BewertungsPraktiker
Am 28.11.2025 ist der BewertungsPraktiker 4/2025 erschienen, welcher der Zeitschrift CORPORATE FINANCE (11-12/2025) beiliegt, u.a. mit den folgenden Themen:
- Methoden zur Bewertung von Earn-outs – praktische Herausforderungen, typische Fehlerquellen & Fallbeispiele
WP/StB Tobias Klingel, M.Sc., CVA / Armin Hagel, M.Sc., CFA / Prof. Dr. Matthias Meitner, Dipl.-Kfm., CFA - Kapitalkostenstudie 2025: Between Past and Future: Bridging Empirical Yields with Return and Growth Expectations
Heike Snellen / Dr. Andreas Tschöpel, CVA, CEFA, CIIA - Von Chaos zu Klarheit: Listen professionell bereinigen mit Excel
Andreas Emmert, CFA, CIA - Ermittlung des Ausgleichs und der Abfindung auf Basis des Ertragswerts – OLG Stuttgart vom 16.12.2024 – 20W 27/20 –
WP Dr. Frederik Ruthardt, CVA - Betafaktoren
Prof. Dr. Bernhard Schwetzler, CVA / Osei Kwabena Brefo, M.Sc. - Standard-Transaktionsmultiplikatoren
Ass. Prof. MMag. Dr. StB Stefan O. Grbenic, CVA - Aus der EACVA: Kalender • Literatur • Neue CVA's • Persönlich
Abstracts der einzelnen Beiträge:
Im November 2025 hat die International Organization of Securities Commissions (IOSCO) in einer Stellungnahme die Bedeutung international einheitlicher und qualitativ hochwertiger Bewertungsinformationen für das Financial Reporting betont, um Anlegern relevante und verlässliche finanzielle Informationen bereitzustellen.
In einer gemeinsamen Stellungnahme von VPO’s des IVSC hat die EACVA, zusammen mit anderen Berufsverbänden für Unternehmensbewertung weltweit, darunter das CBV Institute (Kanada), die ASA (USA), ArRVF, (Indien), IVAS (Singapur) sowie RICS (UK & Global), die Arbeit der IOSCO gewürdigt und das gemeinsame Engagement zur Stärkung der Professionalität, Konsistenz und des Vertrauens in die Bewertungspraxis weltweit durch enge Zusammenarbeit und gemeinsame Werte bekräftigt. Im Einzelnen wurden die folgenden Punkte hervorgehoben:
- Die Notwendigkeit von Bewertungskompetenz.
- Die Notwendigkeit solider Inputs, Annahmen und Dokumentationen, die der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zugrunde liegen.
- Die Bedeutung einer objektiven Bewertung aktiver Märkte und vergleichbarer Vermögenswerte, gestützt auf Nachweise und fundierte fachliche Urteile.
- Die Anforderung klarer, umfassender Angaben zu Bewertungsmethoden und Sensitivitäten.
- Die Rolle unabhängiger, gut geregelter Bewertungsprozesse innerhalb strikter Rahmenwerke für die Unternehmensaufsicht.
Mit unseren Fachveröffentlichungen, wie im BewertungsPraktiker, und praxisnahen Weiterbildungsangeboten leistet die EACVA ihren Beitrag, die Qualität und die Standards der Unternehmensbewertung kontinuierlich zu stärken und weiterzuentwickeln. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Anmerkungen an redaktion@bewertungspraktikder.de und wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und eine besinnliche Vorweihnachtszeit.
Andreas Creutzmann (Vorstandsvorsitzender EACVA) und
Wolfgang Kniest (Geschäftsführer EACVA)
Earn-outs sind variable Kaufpreiskomponenten, die an die zukünftige Performance eines Unternehmens geknüpft sind. In der Bewertungspraxis spielen sie insb. im Rahmen der Rechnungslegung, des Deal Supports, des internen Reportings bzw. Controllings sowie der Unternehmensbewertung eine Rolle. Ihre konkrete Ausgestaltung ist vielfältig und reicht von einfachen linearen Strukturen bis hin zu komplexen, pfadabhängigen Vereinbarungen. Der Beitrag gibt anhand praxisnaher Fallbeispiele einen systematischen Überblicküber gängige Bewertungsansätze für Earn-outs. Dabei wird aufgezeigt, unter welchen Voraussetzungen klassische DCF-Modelle geeignet sind und wann der Einsatz von Methoden der Optionspreistheorie oder Monte-Carlo-Simulationen erforderlich ist. Ergänzend werden zentrale Input-Parameter und deren Ermittlung näher erläutert.
Die Kapitalkostenstudie von KPMG feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Anlässlich dieser Jubiläumsausgabe wurde erneut eine umfassende Analyse zu aktuellen Entwicklungen rund um die Unternehmensplanung und die Ableitung von Kapitalkosten veröffentlicht. Wie in den vergangenen Jahren stehen dabei die Auswirkungen auf Unternehmensbewertungen und Unternehmensentwicklungen im Fokus. Das zentrale Thema der diesjährigen Studie lautet: “Between Past and Future: Bridging Empirical Yields with Return and Growth Expectations”.
Datenanalyse und -zusammenfassungen benötigen eindeutige Referenzen und Filterkriterien. Der Beitrag zeigt eine Möglichkeit auf, wie sich mit Microsoft Excel unsortierte und fehlerbehaftete Listen bereinigen und für die weitere Nutzung aufbereiten lassen.
Der Beschluss des OLG Stuttgart vom 16.12.2024 enthält eine Reihe interessanter Hinweise zur Anwendung des Ertragswertverfahrens. Die Bedeutung des IDW S 1 wird hervorgehoben, während eine Plausibilisierung über die Best-Practice-Empfehlungen der DVFA und die gleichwertige Berücksichtigung von Multiplikator-Analysen abgelehnt werden. Darüber hinaus bietet der Beschluss Ausführungen zum Prüfungsmaßstab des sachverständigen Prüfers, zur Plausibilisierung der Planungsrechnung sowie zur Berücksichtigung persönlicher Steuern bei der Bewertung nicht betriebsnotwendiger Beteiligungen.
In dieser Ausgabe finden Sie Daten aus Refinitiv Eikon zum Stichtag 15.10.2025. Die Zusammensetzung der Branchen orientiert sich an der offiziellen Brancheneinteilung des Prime All Standard der Deutschen Börse AG. Es wurden quartalsweise 2-Jahres Betas mit Tages-Returns über 2 Jahre berechnet. Das 5-Jahres Beta wurde mit Monats-Returns über 5 Jahre berechnet. Als Marktindex dient der CDAX der Deutsche Börse.
Die dargestellten Transaktionsmultiplikatoren basieren auf den Transaktionsdaten verschiedener M&A-Datenbanken (Schwerpunkt ZEPHYR), wobei Konsistenz sowohl in den Transaktionsdaten als auch in den Bezugsgrößen zwischen den einzelnen Datenbanken hergestellt wurde.
In die vorliegenden Berechnungen wurden daher im Zeitraum 01.10.2022 bis 30.09.2025 abgeschlossene Transaktionen einbezogen, wobei den Transaktionen der letzten 6 Monate eine doppelte Gewichtung beigemessen wurde.